Städtisches Orchester St. Ingbert --- Mitgliederversammlung 07.März 2010
Vorstand des Städtischen Orchesters im Amt bestätigt: (Eigener Bericht) Auf der
Mitgliederversammlung des Städtischen Orchesters e.V. St. Ingbert am
wurden bei den satzungsgemäßen Neuwahlen alle
Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorstand setzt sich wie
folgt zusammen: Ulrike Hempelmann (1. Vorsitzende), Norbert Pirrung
(stellvertr. Vorsitzender),
Sowohl die 1. Vorsitzende als auch der Orchesterleiter konnten in ihren Berichten auf eine insgesamt positive Qualitätsentwicklung des Orchesters hinweisen. Der Vorstandschaft wurde von der Mitgliederversammlung eine gute, auf die wesentlichen Belange des Orchesters abzielende Arbeit bescheinigt. Auch Ulrike Hempelmann bedankte sich bei ihren Vorstandskollegen für die angenehme Zusammenarbeit.
Schon jetzt hat man Aktivitäten für das Jahr 2012, dem Jahr, in dem das 100jährige Bestehen des Orchesters ansteht, in Planung. Aber gerade im Hinblick auf dieses Jubiläum wird die Mitgliedersituation des Vereins schmerzlich bewusst. Dem Orchester fehlen die jungen Nachwuchsmusiker, und die Zahl der passiven Mitglieder ist ständig rückläufig, obwohl der Jahresbeitrag mit nur 18,- Euro wirklich nicht hoch angesetzt ist und man als Mitglied auch noch Preisvergünstigungen für die Konzerte des Städtischen Orchesters genießt.
Dessen ungeachtet bereitet man sich mit viel Elan auf das anstehende Frühjahrskonzert am 9. Mai vor.

Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Dörr
St. Ingbert. Jugendlicher, hell strahlender Gesang im Musicalstil
und schwungvolle Bläsermusik erscholl am Sonntag in der vollbesetzten
Engelbertskirche beim Benefizkonzert für den Wiederaufbau von St. Josef. Die
Christmas Singers, ein Chor aus Jugendlichen aus der Gegend von Konfeld bei
Weiskirchen hatten sich zusammen mit dem Bläserquintett des Städtischen
Orchesters bereit erklärt, für den Wiederaufbau für St. Josef mit der
Wiederholung eines bereits im Dezember gegebenem Konzertprogramms ein
Benefizkonzert zu geben.
Mit „Alte
Ungarische Tänze für Bläserquintett“ von Ferenc Farkas eröffnete das
Bläserquintett mit Ulrike Hempelmann, Flöte, Georg Isengard, Oboe, Christoph
Hort, Klarinette, Josef Wannemacher, Horn und Michael Mungai, Fagott, das
Konzert. Im teils im barocken, teils in zeitgenössisch-ungarischem Stil geschriebenen
Werk hatte jeder der fünf Musiker auch seinen solistischen Anteil.
Im später
gespielten Bläserquintett g-Moll von Franz Danzi, einem munteren, bewegten
Werk, hatte insbesondere die Flöte solistische, teils virtuose Anteile,
bravurös beherrscht von Ulrike Hempelmann. Ebenfalls bei vielen der Lieder im
modernen Stil wurde der Chor vom Bläserquintett sicher begleitet. So bei
„Alleluja Noel“ und „Angels Gloria“ von Roger Emerson.
Die
solistischen Beiträge mit Klavierbegleitung von der Dirigentin Christa
Kaspar-Hort waren Teile aus Musicals. So sang Annika Backes „Wann trägt der
Wind mich fort“ und „Ich bin doch nur so wie ich bin“ und Malin Jakob und
Nikolaij Bies „Everbody has a heart“ im typischen Musicalstil. Bei der modernen
Fassung des „Vater im Himmel“ von Rebekka Thiel waren Justine Neumann und
Benedikt Lehnert die Solisten. Strahlende, teils singend-getragene Klänge waren
bei der „Berceuse“ von Gabriel Fauré für Flöte und Klavier zu hören. Einen sehr
schönen, schlanken Klarinettenton hatte Christoph Hort beim „Andantino“ für
Klarinette und Klavier von Edwin H. Lemare. Beschwingt-bewegt kam vom Chor „Ave
Maria“ von Malcolm Archer und langsam und bescheiden mit einzelnen Klaviertönen
begonnen und sich instrumental und chorisch immer mehr steigernd entwickelte
sich der „Christmas Bolero“ zum turbulenten Werk, wie alle Werke mit
jugendlichem Elan begeistert von den Christmas Singers gesungen
Es war ein erfrischendes Konzert mit neuer, entstaubter Chorliteratur, von einem jugendlichen Chor engagiert und begeistert unter eleganter, aber sicheren Leitung von Christa Kaspar-Hort gesungen. Ein besonderer Hörgenuss war die Zugabe.

Für den guten Zweck haben sich Christmas Singers und
Bläser des Städtischen Orchesters zusammengetan. Foto: Wolfgang Dörr
Klangkultur
beständig verfeinert
Mit einem großen Programm für Klassik-Fans gab das Städtische Orchester St. Ingbert das 20. Herbstkonzert unter der Leitung von Norbert Feibel. Wie in jedem Jahr bewiesen die Musiker größtes Engagement.
VON SZ-MITARBEITER Wolfgang
DÖRR
St. Ingbert. Seit 20 Jahren leitet Norbert Feibel das
Städtische Orchester, und seit dieser Zeit gibt es die Herbstkonzerte dieses
Orchesters mit überwiegend klassischer Musik. Wenn man all die Jahre die
Konzerte besucht hat, wird man die ständige Weiterentwicklung des Orchesters in
der Spielkultur und Klangkultur bemerkt haben. Und so war es auch beim
Herbstkonzert am Sonntag in der Stadthalle: Das gut einstudierte Orchester hat
noch nie so homogen musiziert. Und die Besucher in der vollbesetzten Stadthalle
erlebten ein Konzert mit einem gut ausgewählten Programm. Mit der Ouvertüre zu
„Der Wasserträger“ von Luigi Cherubini begann das Konzert mit frischer Melodik,
die unruhige politische Handlung der Oper erahnen lassend.
Die gesanglichen
Themen der Symphonie Nr. 8, der so genannten „Unvollendeten“ von Franz Schubert
sind bekannt. Die Bläser des Städtischen Orchesters ließen die Themen über dem
unruhigen Streicherspiel ruhig und klar erklingen.
Sehr homogen
kamen die Kantilenen der Celli. Den 2. Satz ging Norbert Feibel langsam an, so
dass die Streicherkantilenen voll erstrahlen konnten. Auch hörte man
wohlklingende Bläsersolis. Die Symphonie wird zwar die „Unvollendete“ genannt,
wurde aber vom Orchester fast vollendet gespielt.
Eleganz, Schmelz
und rhythmische Verse der Werke „Prelude et Mazurka“ und „Czardas“ aus der
Copelia-Suite, nach der bekanntesten Oper von Léo Delibes wurden hörbar. Hier
konnte das Orchester mit seinen vielen Streichern warm strahlen. Die „Trois
oeuvres célèbres“, Scherzo, Intermezzo und Türkischer Marsch von Modest
Mussorgsky sind sinfonische Werke, mit großer Tiefe von Impressionismus, aber
auch vom Expressionismus und von reicher Erfindungsgabe des Komponisten
geprägt. Insgesamt wurde mit guter Klangkultur und diszipliniert musiziert, die
Soli kamen sauber. Beim Türkischen Marsch meinte man Militärmusik zu hören.
Auch bei der Ouverture Pirates of Penzance von Arthur Sullivan war der frische
militärische Drill der Kadetten hörbar. Des Dirigier-Jubiläums und des starken
Applauses wegen gab das Orchester mit dem bekannten Walzer von Schostakowitsch
eine frische Zugabe.

Das Städtische
Orchester unter der Leitung von Norbert Feibel in der Stadthalle. Foto:
Wolfgang Dörr
Musical
Aida begeisterte die Gäste
Viele Besucher
waren sich darin einig: Das Muttertagskonzert in der Stadthalle St. Ingbert
bestach durch hohe Qualität. Den Höhepunkt lieferte die Musical-AG des Merziger
Gymnasiums Am Stefansberg.
VON SZ-MITARBEITER Wolfgang
DÖRR
St. Ingbert. Ein so großartiges
Muttertagskonzert haben die Besucher in St. Ingbert noch nicht erlebt: Nach
einem Teil des Konzertes mit herkömmlicher, gewohnter und von den vielen
Besuchern in der vollbesetzten Stadthalle auch erwarteten Musik vom Städtischen
Orchester mit melodie- und walzerseligen Klängen erlebte man eine fantastische
Aufführung des Musicals "Aida".
Zunächst jedoch
hörte man vom Orchester unter Leitung von Norbert Feibel Gewohntes. Das
Orchester musste auf die hintere Bühne rücken, um vorne Platz zu haben für die
szenisch dargebotene "Aida". Dennoch klang es beschwingt, gewohnt
sicher und gut intoniert bei den bekannten Melodien aus "Land des
Lächelns" von Franz Lehar, in akzentuiertem Polka-Rhythmus bei der
Fashion-Polka und mit singend ausgespielten Melodiebögen der Geigen bei
"Die Schönbrunner" von Josef Lanner. Nach den fast wie eine
Gassenhauermelodie bekannten Klängen von "Funiculi-Funicula" von
Luigi Denza klang mit "Ein Abend mit Robert Stolz" mit so beliebten
Melodien wie "Ob blond, ob braun", "Wenn die bunten Veilchen
wieder blüh'n" oder "Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen",
zum teil solistisch sicher und schön geblasen von Günter Wagner auf seiner
Trompete, der erste Teil aus.
Nach
dem Umbau der Bühne aber, bei dem das Orchester hinter einem teildurchsichtigen
Vorhang abgetrennt wurde, erlebten die Besucher mit der Aufführung des
Pop-Musicals "Aida" von Elton John einen echten musikalischen und
darstellerischen Höhepunkt.
Engagierte
Musical-AG An
dieses nicht leichte Unterfangen wagte sich die "Musical- AG" des
Merziger Gymnasiums Am Stefansberg in Kooperation mit dem Chor
"Christmassingers", alles unter Leitung von Christa Kaspar-Hort, die
bereits mehrmals beim Städtischen Orchester als Solo-Pianistin auftrat. Nach
szenisch-konzertanten Auftritten mit "Les Misérables" und "Tanz
der Vampire" erarbeiteten sie "Aida". Elton John hat das Werk
für eine kleine Combo geschrieben, Norbert Feibel arrangierte "Aida"
für großes Orchester, dabei kamen ihm seine Erfahrungen als Arrangeur für Frank
Farian (Boney M.) zugute. Was bei der Aufführung in der Stadthalle von den
Sängerinnen und Sängern und den anderen Akteuren geboten wurde, war
professionell, ob es das solistische Singen der Aida, des Prinzen Radames oder
der Prinzessin Amneres oder die Szenen der Massenchöre waren, alle gaben ihr
Bestes. Dazu kamen der satte Sound und die schöne Umrahmung von Soloflöte und
Oboe. Eine vorbildliche Gesamtleistung.

Das Musical Aida von Elton John war Höhepunkt des Konzertes
des Städtischen Orchesters St. Ingbert Foto:
Wolfgang Dörr
Stadtkapelle
zeigt sich in bester Spiellaune
Herbstkonzert
mit Werken von Mozart und vieler seiner Komponistenfreunde
Auch die Stadtkapelle St.
Ingbert huldigte im Jubiläumsjahr "ihrem Mozart" und spielte beim
Herbstkonzert aus seinem Werk, ergänzt durch Stücke einer Reihe seiner
damaligen Wegbegleiter.
VON SZ-MITARBEITER Wolfgang
DÖRR
St. Ingbert. Das Herbstkonzert des Städtischen
Orchesters war ganz Wolfgang Amadeus Mozart und den mit ihm in Berührung
gekommenen Komponisten gewidmet. Die Besucher der gut besetzten Stadthalle
erlebten am Sonntag ein Konzert mit bekannten Mozart-Werken von einem gut
disponierten und teilweise vorzüglich aufspielenden Städtischen Orchester unter
Leitung von Norbert Feibel.
Mit der Symfonie in Es-Dur
von Karl-Friedrich Abel, im Mannheimer Stil geschrieben und mit der dafür
typischen Stufendynamik gespielt, begann das Konzert. Ein Bezug zu Mozart ist,
dass Mozart Abel in London kenn gelernt hat und diese Symfonie lange Mozart
zugeschrieben worden ist. Sehr homogen klang der Bläserpart der
Holzblasinstrumente. Mit warmem Flötenklang gestaltet, erklang von Ulrike
Hempelmann das Andante aus dem Konzert für Flöte und Orchester mit seinen
gesanglichen Themen. Virtuos und mit schönem Ton kam die Kadenz. Das Andante
aus dem bekannten Klavierkonzert Nr. 21 dirigierte Norbert Feibel als Solist
vom Flügel aus.
Einer der schönsten Sätze der
Weltliteratur für Klarinette ist das Adagio aus dem Konzert für Klarinette und
Orchester von Mozart, gespielt von Christoph Hort, der das Werk mit einer
normalen Klarinette blies. Mozart hatte eine etwas größere Klarinette, eine
Bassetklarinette, des voluminöseren Tones wegen vorgesehen.
Christoph Hort spielte innig
die manchmal wie verklärt und schwebend anmutende Musik. Mozart war
freundschaftlich verbunden mit Josef Myslivecek aus Prag, von dem das
Städtische Orchester engagiert die Symfonie Nr. 1 in D-Dur aufführte. Hier
wieder sehr schön und mit Klangkultur die Bläserstellen. Von anderem Charakter
wie die beiden ersten Sätze des Werks ist das kurze Presto.
Wurden diese Werke bisher in
kleiner Orchesterbesetzung und sehr transparent gespielt, so erklang die
Ouvertüre zu "Der Schauspieldirektor" in voller Besetzung. Hier waren
die Musiker in ihrem Element und musizierten mit Schwung, akzentuiert und
überzeugend.
Kurze, aber anmutige und
rhythmische Stücke sind die zwölf Contretänze von Ludwig van Beethoven. Hier
war die Beziehung zu Mozart das Studium Beethovens bei Mozart. Die Violinen
haben dabei mit schnellen Läufen zu kämpfen, die gut mit der guten Intonation
bewältigt werden konnten. Hier auch wieder gute Bläserklänge. Joseph Haydn
lernte Mozart in London kennen. Als letztes Werk des Konzertes ließ das
Orchester Haydns Symphonie Nr. 104, die letzte der "Londoner
Symphonien" erklingen.
Die Musik dieser Symfonie
erinnert mit ihrem Unisono zu Beginn und die Durchführung nach gesanglichen,
vorwärts drängenden Hauptthemen stark an Beethoven'sche Klänge. Leider trübte
eine etwas zu tief intonierte Trompete den Gesamtklang. Das Orchester
hinterließ insgesamt einen Eindruck guter Orchester- und Klangkultur, ein
Zeichen guter Probenarbeit, sind doch viele der Musiker, neben den
"ausgeliehenen" Profis, Laienmusiker. Als Zugabe gab's einen Marsch
in D-Dur von Mozart.

Das Städtische
Orchester mit Flötistin Ulrike Hempelmann in der Stadthalle. Foto: Wolfgang Dörr
Städtisches Orchester St. Ingbert begeisterte mit
Ouvertüren und Filmmusik seine Zuhörer
Die Frühjahrskonzerte des
Städtischen Orchesters St. Ingbert am Muttertag in der Stadthalle sind
Tradition. In diesem Jahr wurden reine Orchesterwerke aufgeführt. Souverän
meisterten die Instrumentalisten das breit gestreute musikalische Programm, das
von Operettenouvertüren über Medleys aus Stücken amerikanischer Komponisten bis
zu Beatles-Songs reichte.
VON SZ-MITARBEITER Wolfgang DÖRR
St. Ingbert. Eine schöne
Tradition in St. Ingbert sind die Frühjahrs- konzerte des Städtischen
Orchesters am Muttertag in der Stadthalle. Jedes Jahr zieht das Orchester mit
einem abwechslungsreichen Programm so viele Besucher an, dass die Halle meist
voll besetzt war. In diesem Jahr blieben allerdings einige Stühle frei.
Stücke ohne Solo- Part, reine Orchesterwerke, hatte
Dirigent Norbert Feibel für das diesjährige Konzert ausgesucht, darunter wenig
gespielte Werke wie die Ouvertüre "Das Modell" von Franz von Suppé.
Es erklingt wahrscheinlich auch deshalb seltener, weil in dieser Ouvertüre
überwiegend schöne getragene Melodien zu hören sind und man bei den
Kompositionen von Suppé sonst mehr die Mischung Wiener Sentimentalität mit
italieni- scher Spritzigkeit gewöhnt ist.
Pointiertes Spiel
Das Städtische Orchester spielte das Werk stilvoll und akkurat. Beim fol-
genden "Schatzwalzer" mit seinen bekannten Melodien hätte man am
liebsten zur schwungvoll gespielten Walzerseligkeit tanzen wollen.
Eine gute Idee war es, dass
Norbert Feibel nur zu den Potpourries und Medleys amerikanischer Komponisten
einige Hintergrundinformationen gab und nicht zu jedem Werk, was das
Konzerterlebnis oft auseinander reißt. Er erklärte Leben und Werk von Richard
Rodgers, der bekannte Musical wie "Oklahoma" und "South
Pacific" geschrieben hat. Ein quirliges Werk mit südländischen
Tangorhythmen hörte man in der Tanzfantasie "Südliches Temperament"
von Gerhard Winkler, bei dem das Orchester auf die vielen Tempowechsel gut und
schnell reagierte.
Heitere Themen und eingehende
Melodien, überwiegend von den Streichern gespielt, waren in einem Potpourri aus
"Kiss me Kate" von Cole Porter vereint. Sehr gut gefiel auch das
Orchester mit der Ouvertüre "Marinarella" von Julius Fucik. Anmutige
Streicherunisoni wechselten mit schmissigen Stellen im Dreivierteltakt ab.
Frische humorvolle Instrumentalklänge brachte der Marsch "Marching
Strings" ins Programm. Der Komponist Marshal Ross bringt in die oft so
ernst gespielte Marschmusik einen humorvollen Aspekt hinein und scheint sich in
englischem Humor über sie lustig zu machen. Aber auch die Filmmusik ist in den
letzten Jahren konzertreif geworden. Das Städtische Orchester spielte am
Sonntagabend das Medley "Hollywood Blockbusters" mit Filmmusiken von
James Horner. Im Werk "The Great Locomotive Chase" wird anschau- lich
das Anfahren, schneller werden und das langsame Anhalten einer Lokomotive
musikalisch hörbar gemacht, eine Art moderner Pro- grammmusik.
Bekannte Beatles-Songs
Wie ruhig und sanglich waren die Melodien von Songs von Lennon und
McCartney: In einem Medley von Manny Mendelson wurden die berühmten
Beatles-Songs wie "Yesterday'" instrumental wieder lebendig wie in
einem ruhigen Klanggemälde, wobei einzelne Instrumente wie die Trompete die Melodien
"sangen". Als "Rausschmeißer" ließ das Orchester den Galopp
"Manegenfieber" von Ernst Fischer erklingen. Für den kräftigen
Applaus bedankte sich das Orchester mit dem Stück "Maskerade in
Madrid" wobei der Dirigent das Pult einem Orchestermusiker überließ und
selbst das Xylophon spielte.
Pressebericht zum Herbstkonzert
im November 2005
Musik
aus Klassik und Romantik
Herbstkonzert
des Städtischen Orchesters St. Ingbert
Besonders in der zweiten Hälfte seines
Herbstkonzerts präsentierte sich das Städtische Orchester St. Ingbert am
Sonntag-Nachmittag in der Stadthalle gut in Form.
VON SZ-MITARTEITER WOLFGANG DÖRR -
St. Ingbert. Sein Herbstkonzert
absolvierte das Städtische Orchester St. Ingbert am Sonntag-Nachmittag in der
gut besetzten Stadthalle mit einem Programm aus Klassik und Romantik. Dabei
wurde die Vorliebe des Orchesters unter Leitung von Norbert Feibel zu Werken
von Opernkomponisten deutlich. Mit der Ouvertüre zu "Die weiße Dame"
von François Boieldieu begann das Programm, einer Musik mit heiterem Glanz, aber nicht
tiefgehend. Auch das Städtische Orchester machte das Werk nicht zu einer
Glanzleistung und die Intonation war nicht die sauberste, was auch teilweise bei
den anderen Werken des ersten Teils zu hören war.
Nur mit neun Bläsern besetzt war das zweite Werk, die
"Petite Sinfonie" von Charles Gounod. Gounod ist ein Meister der
farbigen Instrumention, was diesem Werk eine heitere Note verleiht. Noch brav
begann der erste Satz, die neun Bläser steigerten sich aber und beim Andante
gefiel der warme und saubere Flötenpart, gut getroffen war der wiegende Takt im
Scherzo und am besten spielte das Bläserensemble das Finale mit knappem, präzisem Rhythmus.
Schade, dass die Oboe bei ihren vielen Soloparts, auch bei anderen Werken,
etwas zu hoch intoniert war. Beim freudig vom ganzen Orchester musizierten
Scherzo, dem Menuett aus der Symphonie Nr. 1 von Charles Gounod, waren schöne,
saubere Geigenparts zu hören.
Melodien aus Carmen
In guter Form präsentierte
sich das Orchester im zweiten Teil mit der schon oft von ihm gespielten
Ouvertüre zur Oper Carmen von Georges Bizet. Beschwingt und rhythmisch
erklangen die bekannten Melodien aus der bekanntesten Oper des französischen
Komponisten. Ein langes Werk ist die 2. Orchestersuite von Georges Bizet zum
Drama L'Arlesienne von Daudet, bei der bei den schönen Bläserklängen besonders
die Flöten gefielen. Bekannte, oft gehörte Melodien kamen von der Bühne, auch
von beliebten Sängern interpretierte. Gut in Form war das Orchester auch bei
den beiden Werken "Hochzeitstag auf Troldhaugen" und
"Huldigungsmarsch" von Edvard Grieg.
Rhythmisch präzise und gut auf Tempowechsel eingehend
wie beim ganzen Konzert kamen die nordischen Klänge von der Bühne. Sehr schön
dabei das Flötensolo zusammen mit Klavier. Die Streicherklänge waren im ganzen
Konzert homogen, der Gesamtklang des Orchesters mit den Bläsern hätte
kultivierter kommen können, insbesondere durch die zu hoch intonierte Oboe. Das
ganze Orchester musizierte aber motiviert und freudig.
Dem Publikum gefiel es, durch
seinen Applaus erreichte es eine Zugabe: Den russischen Tanz Trepak. Mit seiner
Führung durchs Programm gab Norbert Feibel wichtige Hintergrundinformation.