Presseberichte

Städtisches Orchester St. Ingbert  --- Mitgliederversammlung  07.März 2010

 

 

Vorstand des Städtischen Orchesters im Amt bestätigt: (Eigener Bericht) Auf der Mitgliederversammlung des Städtischen Orchesters e.V. St. Ingbert am 07.März 2010

wurden bei den satzungsgemäßen Neuwahlen alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Ulrike Hempelmann (1. Vorsitzende), Norbert Pirrung (stellvertr. Vorsitzender), Monika Konrad (Schatzmeisterin), Josef Wannemacher (Schriftführer), Rudi Anselmann (als Orchestervorstand Sprecher der Orchestermusiker), Kerstin Prinz und Heike Regula (Beisitzer). Norbert Feibel ist als Orchesterleiter kraft Amtes Mitglied des Vorstandes.

Sowohl die 1. Vorsitzende als auch der Orchesterleiter konnten in ihren Berichten auf eine insgesamt positive Qualitätsentwicklung des Orchesters hinweisen. Der Vorstandschaft wurde von der Mitgliederversammlung eine gute, auf die wesentlichen Belange des Orchesters abzielende Arbeit bescheinigt. Auch Ulrike Hempelmann bedankte sich bei ihren Vorstandskollegen für die angenehme Zusammenarbeit.

Schon jetzt hat man Aktivitäten für das Jahr 2012, dem Jahr, in dem  das 100jährige Bestehen des Orchesters ansteht, in Planung. Aber gerade im Hinblick auf dieses Jubiläum wird die Mitgliedersituation des Vereins schmerzlich bewusst. Dem Orchester fehlen die jungen Nachwuchsmusiker, und die Zahl der passiven Mitglieder ist ständig rückläufig, obwohl der Jahresbeitrag mit nur 18,- Euro wirklich nicht hoch angesetzt ist und man als Mitglied auch noch Preisvergünstigungen für die Konzerte des Städtischen Orchesters genießt.

Dessen ungeachtet bereitet man sich mit viel Elan auf das anstehende Frühjahrskonzert am 9. Mai vor.

 

 

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Der Vorstand: (vl) Monika Konrad, Ulrike Hempelmann, Kerstin Prinz, Rudi Anselmann, Dr. Josef Wannemacher, Norbert Pirrung, Norbert Feibel,

 

Pressebericht zum Benefizkonzert zusammen mit den Christmas Singers am 6. Januar 2008 in der Engelbertskirche

Junge, erfrischende Chormusik

Christmas Singers geben Benefizkonzert für Wiederaufbau von St. Josef

Virtuos, frisch und engagiert vorgetragen waren die Lieder, die sich die Christmas Singers für ihr Benefizkonzert ausgesucht hatten. Zusammen mit dem Bläserquintett des Städtischen Orchesters boten sie moderne Chormusik.

Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Dörr

St. Ingbert. Jugendlicher, hell strahlender Gesang im Musicalstil und schwungvolle Bläsermusik erscholl am Sonntag in der vollbesetzten Engelbertskirche beim Benefizkonzert für den Wiederaufbau von St. Josef. Die Christmas Singers, ein Chor aus Jugendlichen aus der Gegend von Konfeld bei Weiskirchen hatten sich zusammen mit dem Bläserquintett des Städtischen Orchesters bereit erklärt, für den Wiederaufbau für St. Josef mit der Wiederholung eines bereits im Dezember gegebenem Konzertprogramms ein Benefizkonzert zu geben.

Mit „Alte Ungarische Tänze für Bläserquintett“ von Ferenc Farkas eröffnete das Bläserquintett mit Ulrike Hempelmann, Flöte, Georg Isengard, Oboe, Christoph Hort, Klarinette, Josef Wannemacher, Horn und Michael Mungai, Fagott, das Konzert. Im teils im barocken, teils in zeitgenössisch-ungarischem Stil geschriebenen Werk hatte jeder der fünf Musiker auch seinen solistischen Anteil.

Im später gespielten Bläserquintett g-Moll von Franz Danzi, einem munteren, bewegten Werk, hatte insbesondere die Flöte solistische, teils virtuose Anteile, bravurös beherrscht von Ulrike Hempelmann. Ebenfalls bei vielen der Lieder im modernen Stil wurde der Chor vom Bläserquintett sicher begleitet. So bei „Alleluja Noel“ und „Angels Gloria“ von Roger Emerson.

Teile aus Musicals

Die solistischen Beiträge mit Klavierbegleitung von der Dirigentin Christa Kaspar-Hort waren Teile aus Musicals. So sang Annika Backes „Wann trägt der Wind mich fort“ und „Ich bin doch nur so wie ich bin“ und Malin Jakob und Nikolaij Bies „Everbody has a heart“ im typischen Musicalstil. Bei der modernen Fassung des „Vater im Himmel“ von Rebekka Thiel waren Justine Neumann und Benedikt Lehnert die Solisten. Strahlende, teils singend-getragene Klänge waren bei der „Berceuse“ von Gabriel Fauré für Flöte und Klavier zu hören. Einen sehr schönen, schlanken Klarinettenton hatte Christoph Hort beim „Andantino“ für Klarinette und Klavier von Edwin H. Lemare. Beschwingt-bewegt kam vom Chor „Ave Maria“ von Malcolm Archer und langsam und bescheiden mit einzelnen Klaviertönen begonnen und sich instrumental und chorisch immer mehr steigernd entwickelte sich der „Christmas Bolero“ zum turbulenten Werk, wie alle Werke mit jugendlichem Elan begeistert von den Christmas Singers gesungen

Es war ein erfrischendes Konzert mit neuer, entstaubter Chorliteratur, von einem jugendlichen Chor engagiert und begeistert unter eleganter, aber sicheren Leitung von Christa Kaspar-Hort gesungen. Ein besonderer Hörgenuss war die Zugabe.

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Für den guten Zweck haben sich Christmas Singers und Bläser des Städtischen Orchesters zusammengetan.    Foto: Wolfgang Dörr

Pressebericht zum Herbstkonzert am 18. November 2007

Klangkultur beständig verfeinert

Städtisches Orchester St. Ingbert und Dirigent Norbert Feibel feierten Jubiläum

Mit einem großen Programm für Klassik-Fans gab das Städtische Orchester St. Ingbert das 20. Herbstkonzert unter der Leitung von Norbert Feibel. Wie in jedem Jahr bewiesen die Musiker größtes Engagement.

VON SZ-MITARBEITER Wolfgang DÖRR

St. Ingbert. Seit 20 Jahren leitet Norbert Feibel das Städtische Orchester, und seit dieser Zeit gibt es die Herbstkonzerte dieses Orchesters mit überwiegend klassischer Musik. Wenn man all die Jahre die Konzerte besucht hat, wird man die ständige Weiterentwicklung des Orchesters in der Spielkultur und Klangkultur bemerkt haben. Und so war es auch beim Herbstkonzert am Sonntag in der Stadthalle: Das gut einstudierte Orchester hat noch nie so homogen musiziert. Und die Besucher in der vollbesetzten Stadthalle erlebten ein Konzert mit einem gut ausgewählten Programm. Mit der Ouvertüre zu „Der Wasserträger“ von Luigi Cherubini begann das Konzert mit frischer Melodik, die unruhige politische Handlung der Oper erahnen lassend.

Die gesanglichen Themen der Symphonie Nr. 8, der so genannten „Unvollendeten“ von Franz Schubert sind bekannt. Die Bläser des Städtischen Orchesters ließen die Themen über dem unruhigen Streicherspiel ruhig und klar erklingen.

Sehr homogen kamen die Kantilenen der Celli. Den 2. Satz ging Norbert Feibel langsam an, so dass die Streicherkantilenen voll erstrahlen konnten. Auch hörte man wohlklingende Bläsersolis. Die Symphonie wird zwar die „Unvollendete“ genannt, wurde aber vom Orchester fast vollendet gespielt.

Eleganz, Schmelz und rhythmische Verse der Werke „Prelude et Mazurka“ und „Czardas“ aus der Copelia-Suite, nach der bekanntesten Oper von Léo Delibes wurden hörbar. Hier konnte das Orchester mit seinen vielen Streichern warm strahlen. Die „Trois oeuvres célèbres“, Scherzo, Intermezzo und Türkischer Marsch von Modest Mussorgsky sind sinfonische Werke, mit großer Tiefe von Impressionismus, aber auch vom Expressionismus und von reicher Erfindungsgabe des Komponisten geprägt. Insgesamt wurde mit guter Klangkultur und diszipliniert musiziert, die Soli kamen sauber. Beim Türkischen Marsch meinte man Militärmusik zu hören. Auch bei der Ouverture Pirates of Penzance von Arthur Sullivan war der frische militärische Drill der Kadetten hörbar. Des Dirigier-Jubiläums und des starken Applauses wegen gab das Orchester mit dem bekannten Walzer von Schostakowitsch eine frische Zugabe.

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Das Städtische Orchester unter der Leitung von Norbert Feibel in der Stadthalle. Foto: Wolfgang Dörr

 

Pressebericht zum Frühjahrskonzert am 13. Mai 2007

Musical Aida begeisterte die Gäste

Muttertagskonzert in der St. Ingberter Stadthalle bot hohe musikalische Qualität

Viele Besucher waren sich darin einig: Das Muttertagskonzert in der Stadthalle St. Ingbert bestach durch hohe Qualität. Den Höhepunkt lieferte die Musical-AG des Merziger Gymnasiums Am Stefansberg.

VON SZ-MITARBEITER Wolfgang DÖRR

St. Ingbert. Ein so großartiges Muttertagskonzert haben die Besucher in St. Ingbert noch nicht erlebt: Nach einem Teil des Konzertes mit herkömmlicher, gewohnter und von den vielen Besuchern in der vollbesetzten Stadthalle auch erwarteten Musik vom Städtischen Orchester mit melodie- und walzerseligen Klängen erlebte man eine fantastische Aufführung des Musicals "Aida".

Zunächst jedoch hörte man vom Orchester unter Leitung von Norbert Feibel Gewohntes. Das Orchester musste auf die hintere Bühne rücken, um vorne Platz zu haben für die szenisch dargebotene "Aida". Dennoch klang es beschwingt, gewohnt sicher und gut intoniert bei den bekannten Melodien aus "Land des Lächelns" von Franz Lehar, in akzentuiertem Polka-Rhythmus bei der Fashion-Polka und mit singend ausgespielten Melodiebögen der Geigen bei "Die Schönbrunner" von Josef Lanner. Nach den fast wie eine Gassenhauermelodie bekannten Klängen von "Funiculi-Funicula" von Luigi Denza klang mit "Ein Abend mit Robert Stolz" mit so beliebten Melodien wie "Ob blond, ob braun", "Wenn die bunten Veilchen wieder blüh'n" oder "Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen", zum teil solistisch sicher und schön geblasen von Günter Wagner auf seiner Trompete, der erste Teil aus.

Nach dem Umbau der Bühne aber, bei dem das Orchester hinter einem teildurchsichtigen Vorhang abgetrennt wurde, erlebten die Besucher mit der Aufführung des Pop-Musicals "Aida" von Elton John einen echten musikalischen und darstellerischen Höhepunkt.

Engagierte Musical-AG An dieses nicht leichte Unterfangen wagte sich die "Musical- AG" des Merziger Gymnasiums Am Stefansberg in Kooperation mit dem Chor "Christmassingers", alles unter Leitung von Christa Kaspar-Hort, die bereits mehrmals beim Städtischen Orchester als Solo-Pianistin auftrat. Nach szenisch-konzertanten Auftritten mit "Les Misérables" und "Tanz der Vampire" erarbeiteten sie "Aida". Elton John hat das Werk für eine kleine Combo geschrieben, Norbert Feibel arrangierte "Aida" für großes Orchester, dabei kamen ihm seine Erfahrungen als Arrangeur für Frank Farian (Boney M.) zugute. Was bei der Aufführung in der Stadthalle von den Sängerinnen und Sängern und den anderen Akteuren geboten wurde, war professionell, ob es das solistische Singen der Aida, des Prinzen Radames oder der Prinzessin Amneres oder die Szenen der Massenchöre waren, alle gaben ihr Bestes. Dazu kamen der satte Sound und die schöne Umrahmung von Soloflöte und Oboe. Eine vorbildliche Gesamtleistung.

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Das Musical Aida von Elton John war Höhepunkt des Konzertes des Städtischen Orchesters St. Ingbert           Foto: Wolfgang Dörr

 

Pressebericht zum Herbstkonzert am 19. November 2006

Stadtkapelle zeigt sich in bester Spiellaune

Herbstkonzert mit Werken von Mozart und vieler seiner Komponistenfreunde

Auch die Stadtkapelle St. Ingbert huldigte im Jubiläumsjahr "ihrem Mozart" und spielte beim Herbstkonzert aus seinem Werk, ergänzt durch Stücke einer Reihe seiner damaligen Wegbegleiter.

VON SZ-MITARBEITER Wolfgang DÖRR

 

St. Ingbert. Das Herbstkonzert des Städtischen Orchesters war ganz Wolfgang Amadeus Mozart und den mit ihm in Berührung gekommenen Komponisten gewidmet. Die Besucher der gut besetzten Stadthalle erlebten am Sonntag ein Konzert mit bekannten Mozart-Werken von einem gut disponierten und teilweise vorzüglich aufspielenden Städtischen Orchester unter Leitung von Norbert Feibel.

Mit der Symfonie in Es-Dur von Karl-Friedrich Abel, im Mannheimer Stil geschrieben und mit der dafür typischen Stufendynamik gespielt, begann das Konzert. Ein Bezug zu Mozart ist, dass Mozart Abel in London kenn gelernt hat und diese Symfonie lange Mozart zugeschrieben worden ist. Sehr homogen klang der Bläserpart der Holzblasinstrumente. Mit warmem Flötenklang gestaltet, erklang von Ulrike Hempelmann das Andante aus dem Konzert für Flöte und Orchester mit seinen gesanglichen Themen. Virtuos und mit schönem Ton kam die Kadenz. Das Andante aus dem bekannten Klavierkonzert Nr. 21 dirigierte Norbert Feibel als Solist vom Flügel aus.

Einer der schönsten Sätze der Weltliteratur für Klarinette ist das Adagio aus dem Konzert für Klarinette und Orchester von Mozart, gespielt von Christoph Hort, der das Werk mit einer normalen Klarinette blies. Mozart hatte eine etwas größere Klarinette, eine Bassetklarinette, des voluminöseren Tones wegen vorgesehen.

Christoph Hort spielte innig die manchmal wie verklärt und schwebend anmutende Musik. Mozart war freundschaftlich verbunden mit Josef Myslivecek aus Prag, von dem das Städtische Orchester engagiert die Symfonie Nr. 1 in D-Dur aufführte. Hier wieder sehr schön und mit Klangkultur die Bläserstellen. Von anderem Charakter wie die beiden ersten Sätze des Werks ist das kurze Presto.

Wurden diese Werke bisher in kleiner Orchesterbesetzung und sehr transparent gespielt, so erklang die Ouvertüre zu "Der Schauspieldirektor" in voller Besetzung. Hier waren die Musiker in ihrem Element und musizierten mit Schwung, akzentuiert und überzeugend.

Kurze, aber anmutige und rhythmische Stücke sind die zwölf Contretänze von Ludwig van Beethoven. Hier war die Beziehung zu Mozart das Studium Beethovens bei Mozart. Die Violinen haben dabei mit schnellen Läufen zu kämpfen, die gut mit der guten Intonation bewältigt werden konnten. Hier auch wieder gute Bläserklänge. Joseph Haydn lernte Mozart in London kennen. Als letztes Werk des Konzertes ließ das Orchester Haydns Symphonie Nr. 104, die letzte der "Londoner Symphonien" erklingen.

Die Musik dieser Symfonie erinnert mit ihrem Unisono zu Beginn und die Durchführung nach gesanglichen, vorwärts drängenden Hauptthemen stark an Beethoven'sche Klänge. Leider trübte eine etwas zu tief intonierte Trompete den Gesamtklang. Das Orchester hinterließ insgesamt einen Eindruck guter Orchester- und Klangkultur, ein Zeichen guter Probenarbeit, sind doch viele der Musiker, neben den "ausgeliehenen" Profis, Laienmusiker. Als Zugabe gab's einen Marsch in D-Dur von Mozart.


Das Städtische Orchester mit Flötistin Ulrike Hempelmann in der Stadthalle. Foto: Wolfgang Dörr

                                              

Pressebericht zum Frühjahrskonzert am 14. Mai 2006

Quirlig, heiter und stilvoll

 

Städtisches Orchester St. Ingbert begeisterte mit Ouvertüren und Filmmusik seine Zuhörer

 

Die Frühjahrskonzerte des Städtischen Orchesters St. Ingbert am Muttertag in der Stadthalle sind Tradition. In diesem Jahr wurden reine Orchesterwerke aufgeführt. Souverän meisterten die Instrumentalisten das breit gestreute musikalische Programm, das von Operettenouvertüren über Medleys aus Stücken amerikanischer Komponisten bis zu Beatles-Songs reichte.

 

VON SZ-MITARBEITER Wolfgang DÖRR

 

St. Ingbert. Eine schöne Tradition in St. Ingbert sind die Frühjahrs- konzerte des Städtischen Orchesters am Muttertag in der Stadthalle. Jedes Jahr zieht das Orchester mit einem abwechslungsreichen Programm so viele Besucher an, dass die Halle meist voll besetzt war. In diesem Jahr blieben allerdings einige Stühle frei.

Stücke ohne Solo- Part, reine Orchesterwerke, hatte Dirigent Norbert Feibel für das diesjährige Konzert ausgesucht, darunter wenig gespielte Werke wie die Ouvertüre "Das Modell" von Franz von Suppé. Es erklingt wahrscheinlich auch deshalb seltener, weil in dieser Ouvertüre überwiegend schöne getragene Melodien zu hören sind und man bei den Kompositionen von Suppé sonst mehr die Mischung Wiener Sentimentalität mit italieni- scher Spritzigkeit gewöhnt ist.

Pointiertes Spiel

Das Städtische Orchester spielte das Werk stilvoll und akkurat. Beim fol- genden "Schatzwalzer" mit seinen bekannten Melodien hätte man am liebsten zur schwungvoll gespielten Walzerseligkeit tanzen wollen.

Eine gute Idee war es, dass Norbert Feibel nur zu den Potpourries und Medleys amerikanischer Komponisten einige Hintergrundinformationen gab und nicht zu jedem Werk, was das Konzerterlebnis oft auseinander reißt. Er erklärte Leben und Werk von Richard Rodgers, der bekannte Musical wie "Oklahoma" und "South Pacific" geschrieben hat. Ein quirliges Werk mit südländischen Tangorhythmen hörte man in der Tanzfantasie "Südliches Temperament" von Gerhard Winkler, bei dem das Orchester auf die vielen Tempowechsel gut und schnell reagierte.

Heitere Themen und eingehende Melodien, überwiegend von den Streichern gespielt, waren in einem Potpourri aus "Kiss me Kate" von Cole Porter vereint. Sehr gut gefiel auch das Orchester mit der Ouvertüre "Marinarella" von Julius Fucik. Anmutige Streicherunisoni wechselten mit schmissigen Stellen im Dreivierteltakt ab. Frische humorvolle Instrumentalklänge brachte der Marsch "Marching Strings" ins Programm. Der Komponist Marshal Ross bringt in die oft so ernst gespielte Marschmusik einen humorvollen Aspekt hinein und scheint sich in englischem Humor über sie lustig zu machen. Aber auch die Filmmusik ist in den letzten Jahren konzertreif geworden. Das Städtische Orchester spielte am Sonntagabend das Medley "Hollywood Blockbusters" mit Filmmusiken von James Horner. Im Werk "The Great Locomotive Chase" wird anschau- lich das Anfahren, schneller werden und das langsame Anhalten einer Lokomotive musikalisch hörbar gemacht, eine Art moderner Pro- grammmusik.

Bekannte Beatles-Songs

Wie ruhig und sanglich waren die Melodien von Songs von Lennon und McCartney: In einem Medley von Manny Mendelson wurden die berühmten Beatles-Songs wie "Yesterday'" instrumental wieder lebendig wie in einem ruhigen Klanggemälde, wobei einzelne Instrumente wie die Trompete die Melodien "sangen". Als "Rausschmeißer" ließ das Orchester den Galopp "Manegenfieber" von Ernst Fischer erklingen. Für den kräftigen Applaus bedankte sich das Orchester mit dem Stück "Maskerade in Madrid" wobei der Dirigent das Pult einem Orchestermusiker überließ und selbst das Xylophon spielte.

 

 

 

Pressebericht zum Herbstkonzert  im November 2005

 

 

Musik aus Klassik und Romantik

Herbstkonzert des Städtischen Orchesters St. Ingbert

 

 

Besonders in der zweiten Hälfte seines Herbstkonzerts präsentierte sich das Städtische Orchester St. Ingbert am Sonntag-Nachmittag in der Stadthalle gut in Form.

 

 

VON SZ-MITARTEITER WOLFGANG DÖRR -

 

 

 

St. Ingbert. Sein Herbstkonzert absolvierte das Städtische Orchester St. Ingbert am Sonntag-Nachmittag in der gut besetzten Stadthalle mit einem Programm aus Klassik und Romantik. Dabei wurde die Vorliebe des Orchesters unter Leitung von Norbert Feibel zu Werken von Opernkomponisten deutlich. Mit der Ouvertüre zu "Die weiße Dame" von François Boieldieu begann das Programm, einer Musik mit heiterem Glanz, aber nicht tiefgehend. Auch das Städtische Orchester machte das Werk nicht zu einer Glanzleistung und die Intonation war nicht die sauberste, was auch teilweise bei den anderen Werken des ersten Teils zu hören war.

Nur mit neun Bläsern besetzt war das zweite Werk, die "Petite Sinfonie" von Charles Gounod. Gounod ist ein Meister der farbigen Instrumention, was diesem Werk eine heitere Note verleiht. Noch brav begann der erste Satz, die neun Bläser steigerten sich aber und beim Andante gefiel der warme und saubere Flötenpart, gut getroffen war der wiegende Takt im Scherzo und am besten spielte das Bläserensemble das Finale mit knappem, präzisem Rhythmus. Schade, dass die Oboe bei ihren vielen Soloparts, auch bei anderen Werken, etwas zu hoch intoniert war. Beim freudig vom ganzen Orchester musizierten Scherzo, dem Menuett aus der Symphonie Nr. 1 von Charles Gounod, waren schöne, saubere Geigenparts zu hören.

Melodien aus Carmen

In guter Form präsentierte sich das Orchester im zweiten Teil mit der schon oft von ihm gespielten Ouvertüre zur Oper Carmen von Georges Bizet. Beschwingt und rhythmisch erklangen die bekannten Melodien aus der bekanntesten Oper des französischen Komponisten. Ein langes Werk ist die 2. Orchestersuite von Georges Bizet zum Drama L'Arlesienne von Daudet, bei der bei den schönen Bläserklängen besonders die Flöten gefielen. Bekannte, oft gehörte Melodien kamen von der Bühne, auch von beliebten Sängern interpretierte. Gut in Form war das Orchester auch bei den beiden Werken "Hochzeitstag auf Troldhaugen" und "Huldigungsmarsch" von Edvard Grieg.

Rhythmisch präzise und gut auf Tempowechsel eingehend wie beim ganzen Konzert kamen die nordischen Klänge von der Bühne. Sehr schön dabei das Flötensolo zusammen mit Klavier. Die Streicherklänge waren im ganzen Konzert homogen, der Gesamtklang des Orchesters mit den Bläsern hätte kultivierter kommen können, insbesondere durch die zu hoch intonierte Oboe. Das ganze Orchester musizierte aber motiviert und freudig.

Dem Publikum gefiel es, durch seinen Applaus erreichte es eine Zugabe: Den russischen Tanz Trepak. Mit seiner Führung durchs Programm gab Norbert Feibel wichtige Hintergrundinformation.